Dienstag, 10. November 2009

Mario ist 6 Monate alt

Nun ist es soweit! Unser kleiner Mann ist ein halbes Jahr alt! So schnell vergeht die Zeit. Vor kurzem haben wir uns noch gewünscht, dass man endlich mit ihm "was anfangen" kann. Und das kann man jetzt wirklich schon. Er reagiert schon so schön auf uns. Eben gerade wurde ich von einem minutenlangem Kudern belohnt weil ich meine Nase auf seinem Bauch gerieben hab und "guckguckguckguck" gesagt habe. So ein Babylachen entschädigt einfach für alles.

Jedesmal wenn ich ihn ansehe liebe ich ihn mehr und möchte ihn am liebsten nur drücken und knuddeln.



Er ist so ein kleiner Zappelphilipp (vielleicht hätten wi
r ihn Philipp nennen sollen...?). Nie kann er seine Händchen ruhig halten. Sogar im Bett wärend er schläft kommt es vor, dass wir ein Kratzgeräusch hören weil er irgendwo mit seinen Händen rumfummelt.

Mittlerweile durchleben wir die Phase in der er sich zwar auf den Bauch drehen kann, aber noch nicht zurück. Gefolgt von zornigem Geschrei. (Gestern hat er es einmal geschafft - war aber glaub ich noch Zufall) Oder er will ein Spielzeug haben welches außerhalb seiner Reichweite liegt - auch hier gibt es einen zornigen Aufschrei.

Essen tut er recht fleissig. Mittags Gemüse/Kartoffeln/Reis/Fleisch (je nachdem), am Nachmittag Obst und am Abend einen Milchbrei (mit Anfangsmilch gemacht allerdings) Ansonsten gibts Flaschi in der Früh und vorm Schlafengehen.

Normalerweise schreib ich ja immer, dass das neue Monat noch schöner als das Alte war. Nun diesmal schreib ich das nicht. Es war natürlich wie immer sehr schön Mario beim Heranwachsen beobachten zu können, aber diesmal bin ich oft an meine Grenzen gelangt. Mario hat meinen Busen verweigert und ich musste mich aufs Flascherlmachen umstellen, wir haben mit der Beikost angefangen und da hab ich Anfangs noch brav gekocht und versucht ihm nur das Beste zu bieten (bis er mir deutlich gemacht hat, dass HIPP mindestens genausogut ist). Unser Tagesablauf wurde total auf den Kopf gestellt und ich bin mir vorgekommen, als müsste ich die Säuglingsbetreuung von vorne neu lernen. Außerdem hab ich es diesmal vorgezogen 1,5 Wochen Erkältet zu sein und eine weitere Woche geprellte Rippen zu haben. Was allerdings den Vorteil hatte, dass die Großeltern in einen Mega-Mario-Genuss gekommen sind. Allein ging es einfach nicht. Und auch Andy durfte sich 3 Tage Pflegeurlaub nehmen und einen 24h-Mario-Workshop absolvieren. In der Nacht kümmert er sich immer noch um unseren Sohn damit ich meinen Rücken ausruhen kann.

Aus diesem Grund kann ich jetzt auch nur schwer den schönsten Moment finden. Denn wie gesagt - es war ein sehr angespanntes und stressiges Monat. Viel raus sind wir nicht gekommen. Daher gab es einfach jeden Tag den schönsten Moment! (und zwar derjenige, als Mario Abends endlich eingeschlafen ist :->)

Langsam sollte ich mich außerdem mit einem unordentlichem Haushalt abfinden und es akzeptieren, dass ich das alles alleine nicht in der Perfektion schaffe wie ich es gerne hätte. Meine Katzen erinnern mich täglich daran...

Und damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen bitte nochmal den ersten Absatz lesen - da stehen nämlich die wirklich Bedeutungsvollen Dinge des Lebens drinnen. Der Rest ist nur Hausfrauen gejammere :-))

2 Kommentare:

Opa hat gesagt…

Ja - war kein leichter Monat fuer dich. Aber es wird schon wieder!

PS: erster!

Oma hat gesagt…

Auch ich liebe diesen kleinen Striezel mit jedem Tag mehr und kann mir gar nicht vorstellen, dass es ihn vor kurzem noch gar nicht gegeben hat. Er gehört schon so in mein Leben, als wäre er immer schon dagewesen. Meine leisen Ängste, dass sich unsere Muttertochter-Beziehung negativ verändern könnte, wenn erst einmal dein Kind geboren ist - sind zum Glück unbegründet gewesen, wie sich zeigt! Mit Mario ist unsere Familie erst so richtig toll geworden! Die Oma-Einsätze in diesem Monat habe ich sehr genossen. V.a. weil ich durch das Abstillen endlich Gelegenheit bekommen habe, Mario zu füttern. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, nicht wahr! Auch dass Mario MICH anschaut und erkennt, rührt mich und macht micht stolz. Immerhin will man als Oma ja wichtig sein für seinen Enkel (nicht erst beim Taschengeld schnorren, sondern schon vorher)! Also lieber Mario, alles Gute zu deinem Halbgeburtstag!!!