Dienstag, 19. Mai 2009
Samstag, 16. Mai 2009
Geburtsbericht
Am Samstag, 9.5.2009 um 23:45 sind Andy und ich gerade beim Einschlafen gewesen, als ich einen Schwall in meiner Unterhose spürte. Ich habe sofort gesagt: „Mausi, ich glaub sie ist geplatzt“ Andy hat nachgeschaut und gemeint, dass sie wirklich geplatzt ist. Ich war allerdings etwas verwundert warum das Fruchtwasser so blutig ist.
War mir dann aber auch egal, ich freute mich nur, dass ich doch ein Muttertagsbaby bekommen würde.
Andy hat sofort die Rettung geholt, sich angezogen, mich angezogen, die Kliniktasche bereitgestellt und die Katzen weggesperrt. Andy hat dann gar nicht gleich gewusst wie alt ich bin, als ihn die Rettungsleute danach fragten.
Kurz darauf waren die Rettungsleute da und ich wurde ins Krankenhaus gebracht. Andy ist kurz nach uns eingetroffen.
Direkt im Kreissaal wurde ich untersucht. Ein paar skeptische Blicke der Hebammen sagten mir sofort, dass etwas nicht stimmt. Nachdem der Oberarzt gerufen wurde, haben sie mir gesagt, dass es sehr viel Blut ist. Das sei so eigentlich nicht normal. Der Arzt hat auch gemeint, dass wir eventuell einen Kaiserschnitt machen müssen, aber erst mal abwarten wollen wie sich die Blutung in den nächsten Stunden verhält.
Diese Info war schon erstmal ein Schock. Aber in dem Moment denkt man sich eigentlich nur, dass man sein Kind will – egal wie.
Andy wurde nach Hause geschickt zum Schlafen, und auch mir wurde nahegelegt mich auszuruhen und meine Kräfte zu sammeln. Sie würden Andy sofort benachrichtigen wenn es los geht.
Anscheinend haben die Blutungen dann nachgelassen, denn ich wurde in der Früh um ca. 9 Uhr auf die Station verlegt. Man sagte mir, dass das noch kein Geburtsbeginn sei, der Muttermund aber schon 1 cm offen. Aber es war definitiv kein Blasensprung. Irgendwie waren sich aber alle unsicher, was die starken Blutungen verursacht hat.
Der Arzt meinte, ich soll beobachten ob die Blutungen weggehen, damit ich am Montag eventuell sogar noch mal heim gehen kann. Was ich gar nicht wollte! Ich wollte nicht mehr schwanger sein und warten wann es losgeht. Ich wollte meinen Sohn haben!
Also lag ich den ganzen Sonntag, übrigens zufällig Muttertag, im Krankenhaus und meine Stimmung war nicht so besonders gut. Andy hat sich natürlich lieb um mich gekümmert, aber viel konnte er auch nicht machen.
Um 22:45 kam wieder der Schwall wie in der Nacht zuvor. Die Schwester meinte zwar, als ich sie rief: „Gute Frau, da ist überhaupt nichts.“ Hat mich dann aber doch in den Kreissaal geführt. Dort wurde ein CTG gemacht. Muttermund immer noch 1 cm offen, kaum Wehen, aber diesmal definitiv Fruchtwasser.
Allerdings wurde mir wieder gesagt, dass das noch dauern kann und ich schlafen soll. Die Prognose ging sogar bis zu einer Einleitung am nächsten Tag.
Zurück auf der Station lag ich eine Stunde mit – meiner Meinung nach – starken Wehen im Zimmer. Die Schwester war dann wiederum so freundlich mir zu sagen, dass das nicht sein kann und die Hebamme gemeint hat, dass ich gar keine Wehen habe. Trotzdem hat sie im Kreissaal angerufen und ich wurde wieder hingebracht.
Und siehe da: Muttermund auf 4 cm und CTG zeigte Wehen an.
Ich bin ja wirklich nicht zimperlich und habe mich schon geärgert, dass man mir nicht gleich geglaubt hat. Aber glücklicherweise hat mein Körper den Damen gezeigt, dass es tatsächlich ernst wird.
Nach Einlauf und Dusche war es für mich schon sehr schwer auszuhalten und ich bat die Hebamme, Andy zu verständigen.
Um 1:30 war er ungefähr dann endlich da.
Ich wollte ihm so gern alles erzählen, was die Stunden zuvor vorgefallen war, aber ich hatte zuviel mit den Wehen zum tun. Mir taten die Oberschenkel auch in den Wehenpausen weh und ich hatte echte Probleme damit einen schmerzfreien Moment zu finden.
Ab da hab ich kein Zeitgefühl mehr wie lang was gedauert hat. Ich weiß nur noch, dass die Hebamme irgendwann sehr erstaunt war, als der Muttermund 9 cm offen war und sie nur mit 5-6 cm gerechnet hat.
Andy war die ganze Geburt über ganz, ganz super. Er hat mich mit trinken versorgt sobald ich ein bisserl mit dem Mund geschmatzt hab, er hat mir das Gesicht mit einem kühlen Tuch abgetupft, mir die Speibtasse hingehalten als ich mich übergeben musste, mit mir mitgeatmet was mich sehr beruhigt hat und mich ständig motiviert wie toll ich das mache.
Ständig hab ich gesagt, dass ich nicht mehr will – haha – da kam ich dann nun nicht mehr raus. Da musste ich durch. Außerdem hatte ich beschlossen mein nächstes Kind nur noch mit Kaiserschnitt zu kriegen. (Der Gedanke war in der Sekunde weg, als ich den Kleinen in den Armen hielt)
Ich habe während der ganzen Zeit keine einzige Position gefunden, in der ich die Wehen erträglicher gefunden hätte. Aber in den Pausen war es sehr angenehm am Ball zu sitzen und das Becken kreisen zu lassen.
Andy hat irgendwann das Radio angestellt und in dem Moment hat es „Born to be alive“ gespielt. Wie passend!
Irgendwann kam natürlich das Gefühl, dass ich pressen möchte. Also hieß es dann abwechselnd pressen und veratmen. Veratmen einer Presswehe ist furchtbar! Da musste ich meinen Unmut auch einfach hinausschreien. Man stelle sich vor, man kriegt einen Einlauf und darf nicht aufs Klo gehen… Ja – da schreit jeder. ;-)
Angeblich hatte ich eine Stunde lang Presswehen. Eigentlich zu lange, da auch die Herztöne des Kleinen immer wieder abgefallen sind. Zweimal wurde der Arzt gerufen, und beim zweiten Mal haben sie entschieden mitzuhelfen, da meine Kräfte langsam nachließen.
Sorgen hab ich mir aber nie gemacht.
Also wurde ich wie beim Gynäkologen gebettet und der Arzt hat erst mal einen Dammschnitt vorgenommen. Dann hatte er Platz um die Saugglocke anzulegen. (Dammschnitt hab ich gar nicht mitbekommen, die Saugglocke war schon etwas schmerzhaft)
Allerdings musste er den Kleinen nicht mit der Saugglocke rausziehen, da ich es dann doch noch aus eigener Kraft geschafft habe.
Das Problem war, dass mein Schatz dreimal die Nabelschnur um den Hals hatte. Als ich das sah hab ich zuerst einen Schreck bekommen, aber da er sofort geweint hat, war der Schreck nur von sehr kurzer Dauer.
Es war gerade 5:37 Uhr und die Dämmerung hat die Vögel draußen zum Zwitschern gebracht.
Er wurde mir dann sofort auf meine Brust gelegt und durfte sich dort ausweinen während ich genäht wurde. Den ersten Stuhlgang hat er dann auch gleich vor Ort und Stelle erledigt.
Das Gefühl sein Kind in den Armen zu halten, zu wissen, dass es ihm soweit gut geht, seinen Mann anzusehen wie er mit den Tränen kämpft und einfach nur dem Quäken des neugeborenen Menschen zuzuhören ist das Allerschönste was es gibt. Kein Moment im ganzen Leben kann schöner sein. Man wird mit so einer Liebe und so einem Stolz überschüttet, dass man einfach nur glücklich sein kann. Die Geburt ist vergessen und es ist einem echt egal, ob man da nackt mit gespreizten Beinen vor Gott und der Welt herumkugelt. Man hat nämlich die größte Leistung die es gibt erbracht – man hat einen Menschen geboren.
Ich bin fast ein wenig traurig, dass dieser Moment schon vorbei ist.
Danach kam das übliche Programm: Baden, wiegen, abmessen und ausruhen.
Unser Mario war 3130 g schwer, 53 cm groß und hatte einen Kopfumfang von 35 cm.
Er ist das schönste Baby für uns – er ist einfach perfekt. Ich liebe diesen kleinen Mann so sehr, dass ich alles für ihn tun würde und auch werde.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Dienstag, 12. Mai 2009
Jetzt isser auch offiziell
Montag, 11. Mai 2009
Von null auf 100 in 7 Stunden

Direkt nach der Geburt - sichtlich irritiert und stinkesauer! ;)
Mit der stolzen Mama.
Erster Besuch von den Omis. Relaxen auf Mamas Bauch.

Müde und zufrieden am Abend - nach etwas mehr als 12 Stunden auf der Welt.
Einen ausführlichen Geburtsbericht gibts dann von Gabi in ein paar Tagen - ich bin hundemüde, aber glücklich und hau mich jetzt aufs Ohr!
Dienstag, 5. Mai 2009
Gipsabdruck vom Babybauch in der 38. SSW
Samstag, 25. April 2009
Mittwoch, 22. April 2009
Sonntag, 12. April 2009
Sonntag, 5. April 2009
Endspurt! - 35. SSW

Schaut aus, als würd der Bauch sich schon bisserl Richtung "runter" bewegen.

Mittlerweile hab ich echt ein Gewandproblem. Vor allem bei dem schönen Wetter. Jetzt muss ich auch noch Andys kurze Hosen in Beschlag nehmen (was aber ehrlich gesagt gar nicht so einfach ist, weil die meisten auch nicht so recht passen).





